Mein Urlaub auf Thassos. Teil 2: Fisch, Knochen, Felsen

Liebe Freunde,

ich grüße euch herzlich auf meinem Blog SeiCreativ! Wie im ersten Teil versprochen, berichte ich weiter über meinen Urlaub auf Thassos in Griechenland und über seine Geheimnisse.

Und davon gibt es heute genug…

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Gespannt?

Geheimnis Nr.1: Heimlich Fisch & Co. essen

Es ist so: Unsere Tochter Artemis ist eine überzeugte Vegetarierin, seitdem sie 5 ist. Sie passt nicht nur darauf, was sie ist, sondern auch, was auch die anderen essen. So schlimm ist es für uns nicht, denn wir ernähren uns auch vegetarisch. Nur es gibt ein kleines Problemchen. Ab und zu, sehr selten, bei richtig besonderen Anlässen essen wir gerne Fisch.

Und wie konnten wir diesen leckeren Sachen in Griechenland widerstehen?

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Da das Essen von allem, was jemals gelebt hat, bereitet meiner Tochter große Trauer, versuchen wir, ihr nicht weh zu tun und machen das … heimlich)))

Genauso auf Thassos. Eigentlich war es kein Problem, solange wir mit meinem Mann allein aus waren, während Artemis bei unseren Freunden geblieben war.

Eines Tages allerdings verspürte ich so einen großen Hunger auf etwas Meeresfrüchtiges, genauer gesagt – auf Calamari. Nun bestellte ich mir eine Portion davon ohne schlechtes Gewissen und in der Hoffnung, dass meine Tochter einfach nicht weiß, was das ist. Denn bis dann hatte noch keiner solche Tiere in ihrer unmittelbaren Nähe verspeist.

Als der Teller kam, lief es ungefähr so:

- Mama, was ist das? (Mit Abscheu auf meinen Teller schauend…)

- Ähhh… Calamari.

- Was?

- Calamari.

- Ach so! Und ich dachte, das wären gebratene Baby- Oktopusse…

Nun, da ist mir der Appetit darauf vergangen, denn einige Teile sahen wirklich aus, wie gebratene Baby-Oktopusse)))

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Fazit: Die beste Lösung, 100 prozentiger Vegetarier zu bleiben, eigene Kinder zu Vegetarier zu machen. Denn sie kennen nicht Wenn und Aber)

Geheimnis Nr. 2: Das verlassene Dorf Kastro

…..Unheimlich?….

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War es auch. Denn das hoch in Bergen liegende Dorf Kastro ist total verlassen. Ihr könnt euch das so vorstellen:

Ein Dorf. Ein ganz normales Dorf mit Häusern und Gärten und einer Kirche und allem, was dazu gehört. Nur eben Menschen gibt es da nicht…

Absolute Stille… (abgesehen von ein paar Touristen)

Abseits des Dorfs steht eine winzig kleine Kirche und neben der Kirche – ein kleines Gebäude mit einem Berg weißen… Knochen….

Quelle: http://theo48.wordpress.com

Quelle: http://theo48.wordpress.com

Da habe ich mich an alle Horrorfilme erinnert, die ich jemals gesehen hatte)))

Warum die Knochen bzw. die Leichen nicht vergraben sind und auch viele Interessante Informationen über Kastro und griechische Traditionen, könnt ihr übrigens hier lesen. Ich habe diese Seite entdeckt, als ich mehr über Kastro erfahren wollte. Hier gibt es vieles Lesenswertes!

Ok, so schlimm war es nicht, denn das verlassene Dorf Kastro ist nicht so ganz verlassen.

Auszug aus der Geschichte:

Zurzeit der Piraten und Plünderungen diente dieses Dorf den Einwohnern zum Schutz vor ihren Feinden. Mit der Zeit zogen immer mehr Menschen an die Küste und das Dorf blieb viele Jahre leer. Nur in letzten Jahren wurden viele Häuser wieder renoviert, sogar Strom- und Telefonleitungen wurden gelegt. Viele Griechen kommen zurück und benutzen die Häuser als Wochenendhäuser.

Ein Hauch von Unheimlichkeit und Mysterium blieb jedoch von Kastro erhalten.

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Geheimnis Nr. 3: Die Krone von Limenaria

Es handelt sich um einen Platz für Entspannung und Meditation, der in Bergen versteckt liegt. Die Krone von Limenaria besteht aus 12 Marmorsteinen mit eingravierten Sternzeichen.

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Das spannendste ist allerdings, dass sie von Schülern und Lehrern der Waldorfschule Stuttgart geplant und konstruiert wurde. Mit Hilfe eines griechischen Bildhauers, sowie vielen Einheimischen wurde sie gebaut.

Geheimnis Nr. 4: Was versteckt sich in Felsen von Thassos?

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Lagune Giola ist ein unbeschreiblich schönes Meeressee, das wie ein Schwimmbad aussieht und sehr versteckt liegt. Um es zu erreichen, müsst ihr nicht nur ein paar Kilometer die Straße fahren, die nicht besonders gut ist, sondern auch danach einen kurzen Spaziergang unternehmen, denn diesen See kann man nur zu Fuß erreichen.

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Giola liegt direkt am Meer in Felsen versteckt.  Kein Strand, kein Sand, kein Schatten. Nur Natur und Wildnis pur. Plus das Verlangen nach Abenteuer und Extremität. Denn es gibt nur ein Weg, um in Giola baden zu können: Zu springen!)))

Ach ja… Wenn ich mich jetzt an diesen traumhaften Ort und damit verbundene Erlebnisse erinnere, wird es mir warm ums Herzen. Und auch ein bisschen traurig, dass es vorbei ist…

Wie man es so schön sagt: August ist wie ein Sonntagabend.

Aber wenn etwas nicht vorbei geht, heißt es ja, dass es nicht wieder aufs Neue anfangen kann. Es wird zur Routine.

Deswegen lasse ich es los und freue mich auf andere Erlebnisse, die für mich mein Leben bereithält.

Auf dieser sentimentalen Note beende ich meinen Bericht über Thassos und wünsche euch noch einen schönen Augusttag.

Seid immer kreativ und vergisst nicht, an meiner neuen Aktion Recycling Sonntag teilzunehmen. Ich freue mich auf eure Ideen!

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Bis dann auf SeiCreativ!


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  • http://dramaqueenatwork.wordpress.com/ dramaqueenatwork

    Ach ja- Griechenland – wie herrlich! Und mit dem Nescafé hast Du natürlich recht. Aber wer kann den schon immer importieren? ;-) Geht hier aber auch sehr gut, wenn man ordentlich power beim rühren hat! Liebe Grüße barbara

    • seicreativ

      Wir kaufen unseren in einem griechischen Restaurant, der Chef bestellt ihn für uns bei seinen Lieferanten)))